Unser internationaler Merkurtransit auf dem Drachenfels


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(Bad Honnef, 9. Mai 2016) Die öffentliche Beobachtungsaktion der Sternwarte Siebengebirge e.V. zum Merkurtransit auf dem Drachenfelsplateau zog viele interessierte Besucher aus der ganzen Region, vom Siebengebirge bis Bonn, an. Der berühmte Drachenfels ist weithin bekannt, auch über Deutschlands Grenzen hinaus. Und so konnten wir den Merkur vor der Sonne auch vielen internationalen Touristen aus der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, England und sogar den USA durch unsere Teleskope zeigen.

Der General-Anzeiger hatte auf unsere Aktion aufmerksam gemacht. Vielen Dank dafür! Auch die WDR Lokalzeit aus Bonn hatte einen Videojournalisten vorbeigeschickt und in der abendlichen TV-Ausgabe des Magazins sendete man tatsächlich einige Eindrücke vom Drachenfels. Thomas Haas, einer unserer Vorstände, stand im Kurzinterview Rede und Antwort. Den Beitrag können Sie nun noch sieben Tage lang in der Online-Mediathek des WDR sehen, unter http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-bonn/video-merkurbeobachtung-auf-drachenfelsplateau-100.html Danke an den WDR!

Familien mit Kindern, Singles, Paare, Omas und Opas waren gleichermaßen erstaunt und begeistert, dass man den Planeten Merkur heute so gut vor der Sonnenscheibe sehen konnte. Mit den eigenen Augen konnten sie daran, beim Blick durch eines unserer Teleskope, teilhaben. bei geringerer Vergrößerung war der Merkur ein kleines dunkles Pünktchen vor der Sonne; bei höherer Vergrößerung durch ein Celestron 11 Teleskop war der Merkur dann schon ein kleiner schwarzer Ball vor der weißen Sonnenoberfläche mit ihren Granulen,- heißen Gasblasen, jede davon viel größer als unser Planet Erde.

Daniel Bockshecker hatte ein selbstgebautes Modell des Merkur mitgebracht, dass er allen Interessierten näher erklärte, und ganz nebenbei betrieb er die Motoren seines Celestron 8 Teleskops mit einem selbst entwickelten Solarpanel, völlig autark. Hobbyastronomie macht erfinderisch!

Zwischendurch veranschaulichte Christian Preuß die Sonne anhand einer großen, gelben Decke und den kleinen Merkur als Holzkügelchen in 44 Meter Entfernung. Zum Schluss dann noch unsere Erde im selben Maßstab als blaues Kügelchen. Die Erde passt im Original über eine Millionen mal in unsere Sonne (einen Stern!) hinein. – Eine plötzliche Erfahrung und Erkenntnis, die für viele Besucher, egal welchen Alters, ganz neu war. Durch ein h-alpha Sonnenteleskop konnten die Besucher den Merkur am Sonnenrand sehen, wo zudem eine schöne kleine Protuberanz zu erkennen war. So etwas hatten die meisten Gäste noch nie gesehen.

Einige gedruckte Ausgaben des Fachmagazins Abenteuer Astronomie mit der Titelschlagzeile Merkwürdiger Merkur wurden unter den Besuchern verteilt. Die Sternwarte Siebengebirge e.V. bedankt sich beim Oculum-Verlag für seine Unterstützung.

Einige Besucher waren so begeistert vom Erlebten, dass sie uns spontan etwas Geld für unsere Vereinskasse spendeten. Wir sagen herzlichen Dank und freuen uns schon auf unsere zukünftigen Events auf dem Drachenfels. Verfolgen Sie unsere Webseiten weiterhin aufmerksam. Für Ende Mai planen wir eine nächtliche Beobachtung der Planeten Mars, Saturn und Jupiter. Neue Termine verkünden wir stets unter Sternwarte-Siebengebirge.de.

„Echt krass!“ – 150 Schüler der Bad Honnefer Schule Hagerhof beobachteten ebenfalls den Merkurtransit. Die Sternwarte Siebengebirge e.V. machte es möglich.

Nachfolgend einige Fotos, die zum Merkurtransit auf dem Drachenfels entstanden sind. Die erste Aufnahme zeigt einen Ausschnitt der Sonne. Von links schiebt sich der Merkur als dunkler Punkt vor die Sonnenscheibe. Unten rechts erkennt man noch eine schöne Sonnenfleckengruppe. CP

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Foto oben: (c) Ralph Brinkmann

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